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Mittwoch, 11. Mai 2011

Washington DC und Brooklyn

4. Tag, Washington DC, Stadt der Eichhörnchen
Am Sonntag ging es dann in aller Frühe (um sieben Uhr) mit dem Bus nach Washington. Da ich erst noch mit der Bahn zu dem Treffpunkt fahren musste und als die Bahn nicht umgehend kam (denn ich war mal wieder was zu spät dran), bin ich ganz schön ins Schwitzen geraten. Um zehn vor sieben bin ich dann bei der Haltestelle Housten angekommen und nahm mir ein Taxi, um zur Allen Street zu kommen. Pünktlich um sieben Uhr kam ich dann an dem Treffpunkt an, bekam sogar noch einen guten Platz im Bus. Ich saß keine zwei Minuten, da ging es auch schon los J

Nach vier Stunden sind wir dann auch in Washington angekommen. Mein erster Gedanke war: ui, ganz schön warm hier, hätte wohl doch besser den Rock angezogen. Aber mit der Leinenhose ging es auch! Ich war in Washington nur in dem Regierungsviertel, wo sehr viele Museen sind und natürlich auch sämtliche Regierungssitze. Mir war die Stadt zu sauber und sie wirkte sehr „aufgeräumt“. Überall traf man auf sandfarbene Gebäude, die zwar beeindruckend waren aber nicht so gemütlich wirkten. Nach knapp zwei Stunden Rumlaufen habe ich endlich einen Hop on-Hop off-Bus gefunden, mit dem ich dann noch ein wenig mehr sehen konnte. Ich habe festgestellt, dass mir diese Art der Stadterkundung nicht so gefällt, denn da bleibt einfach nicht genug Zeit, um schöne Fotos zu machen oder einfach mal in die nächstbeste Straße zu gehen. Das Weiße Haus war leider nicht zur Besichtigung frei, da Barak Obama wohl anwesend war. So konnte ich nur ein Foto aus der Ferne machen, was ich aber mit Sicherheit überleben werde J

Gegen fünf Uhr habe ich mir bei einem Sushirestaurant was zu essen geholt und überlegte, was ich die nächsten zweieinhalb Stunden machen soll, da der Bus fuhr erst um 7:30pm und ich keine Lust mehr hatte, noch weiter rumzulaufen. Nach dem Essen habe ich mich auf die Suche nach dem Treffpunkt gemacht und den auch relativ schnell gefunden.  Da es ein wenig anfing zu regnen, habe ich mich in den Starbucks gesetzt, eine leckere Chai Latte getrunken und die Leute auf der Straße beobachtet J so verging dann die Zeit auch ganz gut.
Wieso Stadt der Eichhörnchen?? Überall konnte man die kleinen grau-braunen Nager sehen, welche auch zum größten Teil überhaupt nicht scheu waren. 

Gegen zwölf Uhr nachts war ich dann endlich wieder zurück in NYC an der Penn-Station. Da ich im Bus geschlafen hatte, war ich entsprechend fit und verspürte das Verlangen, doch nochmal den Times Square entlangzulaufen. Ich liebe diese Straße mit all den riesigen Werbe-Displays und Leuchtreklamen. Es ist ein überwältigendes Gefühl, dort zu stehen! Und natürlich gibt es bei solchen Straßen auch ganz viele Touristenfallen, unter anderem die Cartoon-Zeichner. Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, ein Cartoon malen zu lassen und nachdem ich mir den mE besten Zeichner ausgesucht habe, ging es los. Es war schon ein komisches Gefühlt, denn man weiß ja nie, wie der Maler einen sieht, welche Gesichtszüge er besonders hervorhebt und was e sonst so daraus macht. Die lächelnden Gesichter der vorbeiziehenden Leute (insbesondere des männlichen Geschlechts) machten mir Mut, dass es wohl gut aussehen würde. Nach ca. 10min war das Bild dann fertig und was soll ich sagen, ich weiß nun auf jeden Fall, wieso die Männer so gegrinst haben :-) aber seht selbst :-)

...dabei hatte ich gar kein Oberteil mit Ausschnitt an :-)...


5. Tag, Brooklyn:
Am Montag bin ich noch einmal Rg Penn Station gefahren, allerdings diesmal mit Shopping-Absichten  im größten Einkaufsgeschäft New Yorks, der Traum jeder Frau: das Macy´s J jedoch musste ich a) an mein Konto denken und b) an den nicht vorhandenen Platz in meinem Koffer. Somit bin ich zielstrebig zu den Uhren gegangen, da ich mir eine neue Uhr holen wollte. Innerhalb von 5 min habe ich mich dann auch für eine Fossil mit schwarzem Ziffernblatt entschieden (dafür habe ich ca. 2Jahre gebraucht, da ich schon so lange eine neue Uhr haben möchte).
Gegen vier Uhr machte ich mich auf den Weg zurück zum Hostel, da ich die Twilight Brooklyn Tour um fünf Uhr mitmachen wollte. Brooklyn hatte ich bis dato noch nicht gesehen, von daher passte es ganz gut. Ca. 25 Leute nahmen an der Tour teil, was unseren etwas älteren Tour Guide ein wenig in Aufregung versetzte, besonders als es zur Rush hour in den Zug ging J In der Gruppe waren komischerweise überwiegend Deutsche, so dass ich auch schnell mit einem Mädel und paar Jungs ins Gespräch kam. Überhaupt sind in dem Hostel UND in NY unheimlich viele Deutsche! Man mag das gar nicht glauben, aber an fast jeder Ecke hört man Deutsche J
Die Tour an sich war ganz ok, teilweise was langatmig, aber so ist das eben mit den älteren Tour Guides. Dafür hatten wir einen wunderbaren Blick auf Manhatten und die Brooklyn Bridge, was natürlich zu vielen Fotos führte. Gegen neun Uhr abends löste sich dann die Gruppe auf und ich schlug vor, über die Manhatten Bridge auf die andere Seite zu laufen, anstatt die Straßenbahn zu nehmen. Gesagt, getan! Wir wurden dann mit einer Aussicht belohnt, die einfach klasse war!!
Als wir (12 Mann) dann wieder in der Subway saßen, hatte ich das Verlangen , noch ein letztes Mal den Times Square zu besuchen! Die anderen waren zwar zum Teil schon was ko, sind aber trotzdem mitgekommen. Wir haben Fotos mit freundlichen Polizisten gemacht, vor den Reklametafeln usw. Die Gruppe war wirklich toll und wir hatten viel Spaß zusammen gehabt. Schade, dass ich nun schon abreise, denn mit denen hätte ich gerne noch mehr unternommen.
Als krönenden Abschluss sind wir dann in die Bar Ding Dong gegangen, die nicht weit von unserem Hostel entfernt war. Nach drei Bier lag ich dann endlich gegen halb drei im Bett. Dies war wirklich ein ganz schöner Abschiedsabend von einer Stadt, die ich mit Sicherheit noch ein zweites Mal besuchen werde (nur mit einem vollem Konto und einem leeren Koffer J.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es in den letzten Tagen; ich habe mein Handy verloren, welches mir bis dahin als Wecker und Taschenlampe diente (der  Vertrag lief Ende April aus). Ich muss es wohl irgendwie im Hostel verloren habe, was schon ein wenig ärgerlich ist. Also, wenn ich zurück komme, gehe ich erst mal wieder auf Nummern-Suche  J.

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