Phil hatte sich für Samstag zum Downhill-Biken mit seinen Kumpels verabredet und mir einen Hike am Chief vorgeschlagen. Ich stimmte sofort zu, denn der Chief ist ein ca. 550m hoher Mountain mit einer sehr guten Aussicht (eigentlich wie alle Berge). Leider war es dann am Samstag sehr verregnet und neblig, aber das hat unserem Freiheitsdrang keinen Abbruch getan.
Wir sind dann zu dem ca. 40min. Shannon-Fall gefahren, wovon Phil dann mit seinen Kumpels weitergefahren ist und ich mich in Rg. Chief machte. Natürlich habe ich mich direkt in den ersten fünf Minuten verlaufen, aber auch nur, weil ich zwei Jungs gefolgt bin, die querfeldein gestartet sind. Da hat dann leider meine Kletter- und Abenteuerlust vor der Vernunft gesiegt und nach 10min mussten wir feststellen, dass dies wohl nicht der richtige Trail war :-) der Abgang war etwas rutschig, aber danach war ich wenigstens warm :-).
Der Aufgang zum Chief bestand eigentlich nur aus Steinstufen unterschiedlichster Höhen. Gruß an meine Knie, hoffentlich kann ich morgen noch einigermaßen gehen. Während des Aufstiegs habe ich mich an eine Gruppe von 4 Mädels angeschlossen, die aus Washington kamen und voller Energie hochmarschierten. Im Gänsemarsch ging es dann über die teilweisen doch sehr rutschigen und schmalen Steine und Wege. Aber es war ein riesen Spaß, auch wenn man nach 5 Stunden keinen Wald, kein Grün und besonders keinen Nebel mehr sehen konnte. Dafür hat uns dann der Ausblick von Peek 2 (von Peek 1 konnten wir vor lauter Nebelwolken nichts sehen) für unsere Mühen belohnt. Es war zwar immer noch wolkenverhangen (die Wolken hingen an diesem Tag sehr tief), aber teilweise konnte man doch einen Blick auf die gegenüberliegenden Berge erhaschen. Aber seht selbst auf den Bildern :-)
Nach diesen fünf Stunden war ich zwar ko, aber glücklich :-) Und meinen Knien ging es am nächsten Tag auch gar nicht so schlecht, anscheinend gewöhnen sie sich so langsam an die Belastung.
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