Seiten

Sonntag, 6. Februar 2011

05.02. Wieder ein Jahr älter


Dieser Tag fing an wie jeder andere auch. Ich war um sieben wach (von wegen ausschlafen), habe ein wenig mit meiner Mutter geskypt und bin dann nach nem kurzen Frühstück in den Stall. Irgendwie war ich unruhig und wollte auch nicht mehr im Haus bleiben, schließlich versprach der Morgen ein schöner Tag zu werden. Gegen halb elf kam Kirsten in den Stall, gratulierte mir und teilte mir mit, was heute so auf dem Plan stehen würde: Ponies reiten (Victor, Cinnemon, Holly, Mistral), gegen 13Uhr eine halbe Stunde Reitunterricht geben und gegen Nachmittag dann Kilby und ihre Freundin Morgan beim Reiten beaufsichtigen. Aussichten auf einen wunderbaren (Geburts)Tag.
Das Mädel für 13Uhr hieß Trinity (falls jemand gerade auf Namenssuche ist, soll es mich wissen lassen, hier gibt es (zumindest für meine Ohren) die verrücktesten Namen) sollte Puffyn reiten, ein geduldiges und gutes Pony. Die Mutter war sehr engagiert und quatschte mich voll mit Kram, den ich nicht ganz verstand. Aber das hat sie wohl gar nicht so mitbekommen. Gut, man weiß eben, wann man wo nicken und lachen muss J sie machte jedenfalls für ihre 6jährige Tochter das Pony mit Sattel und Trense fertig; aber immerhin laufen konnte das Kind selber. In der Reithalle merkte ich dann schnell, dass Trinity nicht wirklich viel Lust zum Reiten hatte, aber gut, irgendwie musste ich ja die halbe Stunde rumkriegen. Nach 15Minuten kam dann die Mutter in die Halle und wollte ihre Tochter beim Reiten filmen. Da musste dann auch mal ein kleiner Sprung her, denn schließlich will man ja zeigen, was die Tochter alles so kann. Aber so vergingen die letzten 15 Minuten wenigstens schnell.
Danach bin ich Cinnemon geritten und habe mich schon mal innerlich auf Kilby und Morgan vorbereitet. Vorher stand aber noch das Skypedate mit Lars aufm Plan. Also zack zum Haus, Internet an und ein wenig gequatscht. So wie es aussieht haben wir endlich einen Nachmieter für unsere Wohnung, auch noch zum 01.03., was richtig klasse wäre!
Mit Kilby und Morgan war es schon was anstrengend. Morgan ist ein ganz nettes Mädel und im Gegensatz zu Kilby auch sehr umgänglich. Kilby macht schon mal schnell den „Ausflipper“ wenn ihr irgendwas nicht passt. Da hilft eigentlich nur ignorieren und das Geheule/ Gebrülle „übergehen“.
In der Halle wollte Kilby dann auf dem armen Puffyn Jockey sein und Rennen spielen, wie eben der Junge im Film The black stallion. Sie schnallte ihre Bügel sehr kurz und stand mehr oder weniger im Sattel. Morgan hatte  das gemütliche und wohlgeformte Pony Counter, was nichts von Galopp hielt. Dies zeigte sie dann auch durch ihren Stolpler, wo Morgan über den Hals nach vorne auf den Boden rutschte. Und mir rutschte das Herz in die Hose, aber zum Glück ist nichts passiert. Ich habe dann erst mal Kilby zusammengepfiffen, dass ab sofort keine Rennen mehr veranstaltet werden! Dies wollte sie im ersten Moment natürlich nicht verstehen, aber nach einigen Minuten kam sie wieder zu sich und gab ein kleinlautes Yes von sich. Habe ihr dann noch mal erklärt, dass ich es mir niemals verzeihen könnte, wenn ihr oder Morgan irgendwas zustoßen würde.  Wir haben dann „Reise nach Jerusalem“ zu Pferd gespielt, was auch ganz witzig war (mit Stangen habe ich ein großes U auf dem Boden gebaut und immer wenn ich STOPP gerufen habe, mussten sie so schnell wie möglich in das U rein; der erste hat dann gewonnen).
Gegen halb fünf kam dann Kirsten vom Besuch ihrer Mutter wieder und ich begann mit der Fütterung und Reinholen der Ponies. Amanda eröffnete mir, dass wir dann nächste Woche ins Kino gehen würden; somit fiel Kino für heute in den Schnee (denn mittlerweile schneite es wieder ganz schön stark). Hatte mich schon so darauf gefreut, mal endlich rauszukommen, aber irgendwie wusste ich, dass es heute nicht klappen würde. So ist es eben, man kann sich ja nicht alles aussuchen.
Kirsten hatte ein wunderbares Abendessen vorbereitet; es gab frischen Schinken (so ein 2kg Ding), süße Kartoffel  und Rosenkohl. Die süßen Kartoffel waren der HIT, am liebsten hätte ich alle gegessen! Das Dessert war dann mein sehr süßer Geburtstagskuchen, der mit sieben weißen und zwei pinken Kerzen dekoriert war. In drei Jahren würden nur noch 3 pinke Kerzen auf dem Kuchen sein J dazu gab es ein kleines Ständchen, Kilby und Morgan sangen auf Französisch ein Happy Birthday und Kirsten und ihr Bruder auf Englisch natürlich. Das fand ich schon sehr schön. Als kleine Geschenke habe ich noch eine Gerte bekommen und Reithandschuhe für den Sommer (man darf nicht vergessen, die Schuhe von letzten Samstag, die mir diese Woche schon treue Dienste geleistet haben).
Insgesamt war es ein schöner Tag, trotzdem sind Geburtstage in der Familie und mit Freunden unersetzbar; deshalb freue ich mich schon jetzt auf nächstes Jahr! J

PS: Blog am 5.2. in word geschrieben und am 6.2. online gestellt, Internet hat nicht ganz so funktioniert.

1 Kommentar:

  1. Liebe Kerstin,

    von uns auch nochmal - mit Verspätung - alles Liebe zum Geburtstag. Bleib gesund und glücklich und genieße Deine begrenzte Zeit in Kanada. Schade, dass es mit dem Kinobesuch nicht klappen sollte, aber das wird ja bald nachgeholt!

    Bis bald,

    Claudia

    AntwortenLöschen